Dienstag, 13. Januar 2015

Elefanten und Eisbär

Nun sind wir bereits ein paar Tage zurück in unserer provisorischen amerikanischen Heimat. Ein bisschen Jetlag hatten wir auch. Aber lange nicht so schlimm, wie beim letzten Mal. Zudem ist es ganz angenehm, wenn man nach Westen fliegt, man ist nämlich am morgen früh wach und munter. Ich mag das ja, mir gibt es das Gefühl, mehr vom Tag zu haben, wenn man früh aufsteht. Aber leider hält das Phänomen nicht wirklich lange an, dafür müsste man ja am Abend auch früh zu Bett und irgendwie verschiebt sich das nach ein paar Tagen. Klein M hatte kaum Jetlag und liess uns denn auch schön durchschlafen. Das Wochenende war denn auch eher ruhig. Wir haben ein paar Besorgungen gemacht und waren gestern noch spazieren. Bei dem sonnigen Wetter zog es uns einfach nach draussen. Was mir von der Schweiz hier am meisten fehlt, ist die Naherholung. Irgendwie kann man in der Schweiz fast überall raus und einen Spaziergang machen. Hier muss man leider meistens erst ins Auto sitzen und irgendwohin fahren. Das haben wir gestern gemacht und waren einmal mehr am Tingley Beach. Mit dem Kinderwagen zwar eher ein bisschen anstrengend, aber dafür haben wir noch Elefanten und einen Eisbären gesehen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Tingley Beach befindet sich nämlich zwischen dem Zoo und dem Botanischen Garten. Dass man von der Strasse in den Zoo sieht, war mir aber nicht klar. Ich habe einfach während dem Spaziergang mal nach rechts geschaut und mich gefragt, was das echt für Felsen sind, als etwas weisses auftacht und wegspringt. Ein Eisbär! Ja und beim Rückweg haben wir dann noch gesehen, dass man sehr gut in den Elefantenpark reinsehen kann. Sogar Klein M hat die Elefanten entdeckt und hatte eine Riesenfreude. Wir müssen dem Zoo also sicher nochmal einen Besuch abstatten, bevor wir dann im März abreisen. 

Donnerstag, 8. Januar 2015

Zurück in Albuquerque

Gestern nahmen wir den zweiten Anlauf, um zurück in die Staaten zu reisen. Am frühen morgen fuhren wir zum Flughafen und flogen dann nach Frankfurt. Komisch war, dass wir nicht bereits die ganze Reise einchecken konnten, aber wir machten uns noch keine Gedanken. Das könne passieren, wenn es ein Lufthansa-Flug sei. Gut, in Frankfurt wollten wir dann die Bordscheine für den Flug nach Houston holen, doch die Dame meinte dann, das sei zu spät, wir müssten zum Gate gehen. Nicht ganz einfach, denn meistens muss man die Bordkarte und den Pass zeigen. Aber wir erklärten uns jeweils und durften dann an beiden Kontrollpunkten weiter. Am Gate musste uns dann eine Dame vom Helpdesk noch einchecken und hier begann das warten und nerven. Denn es ist ja aussergewöhnlich, dass ein Kind unter zwei Jahren einen eigenen Sitzplatz hat. Wir hatten diesen jedoch gebucht und bezahlt, denn man kann sich vorstellen, dass es nicht ganz angenehm ist, einen kleinen Floh zehn Stunden auf den Knien zu haben. Auf alle Fälle hatte die Swiss irgendwas mit unserer Buchung gemacht und Maila war plötzlich wieder als Infant drin, jedoch mit Ticketnummer. Die Dame am Gate hatte dann auch sicher zwanzig Minuten, bis sie unsere Bordkarten drucken konnte. Erst mussten ja noch ein paar Leute umgesetz werden, damit wir drei beieinander sitzen konnten. Die Lufthansa fliegt die Strecke nach Houston mit einem A380. Lorenz freute sich dementsprechend. Ich war eher kritisch. Denn das sind soooo viele Leute! Nur schon die Holzklasse ist riesig und oben drüber gibt's ja noch die First und Business. Der Flug war dann lang, aber einigermassen erträglich. In Houston mussten wir dann wie immer auf den Kinderwagen warten und dementsprechnd dann auch lange an der Passkontrolle anstehen. Los Angeles ist definitiv kinderfreundlicher. Da wurden wir immer nach vorne geholt. Gut, Maila verschlief den ganzen Prozess ja, aber es braucht jeweils schon nerven, wenn man so lange anstehen muss. Dann waren unsere Koffer nicht auf dem Band... Irgendjemand hatte vermutlich gemeint, dass sei seiner und hat dann die Koffer einfach neben dem Band (auf der anderen Seite) stehen lassen. Wie gesagt, zu viele Leute im A380. Ja und dann erwischten wir am Zoll noch die falsche Schlange und standen nochmals etwa drei mal so lange an, wie andere. Auch dies eine Spezialität der USA, denn eigentlich kontrollieren sie gar nichts, man muss einfach seinen Zoll-Zettel abgeben. Zum Glück war unser Anschlussflug nach Albuquerque erst nach etwa drei Stunden, denn da mussten wir ja auch erst einchecken. Nur unser Gepäck war bereits mit dem richtigen Tag versehen und konnte gleich wieder aufgegeben werden. Dann kam nochmals der normale Wahnsinn mit lange anstehen für die Sicherheitskontrolle und dann waren wir am Gate. Der Flug nach ABQ war dann zwar nochmals zwei Stunden, doch die lassen sich gut verdösen, man ist ja dann auch irgendwann mal müde. Auch beim Mietwagenverleih gings diesmal schneller und nacht Acht Uhr Lokalzeit waren wir wieder zurück in unserer Wohnung. Für die ganze Familie ging's dann gleich zu Bett und wir haben alle schön durchgeschlafen. Positiv an dieser Verbindung sind wirklich die Flugzeiten, man kommt gut an, aber man muss dafür auch früh raus am morgen.
In Albuquerque ist es in der Nacht echt kalt und dementsprechend frisch am morgen, doch tagsüber scheint ja meist die Sonne und so ist es eine trockene Kälte, was sich noch gut aushalten lässt. Nun sind wir bis Ende März hier, mal schauen was noch für spannende Geschichten und Erlebnisse in dieser Zeit auf uns warten.

Dienstag, 6. Januar 2015

Unser Flugerlebnis von gestern...

Odyssee

Erstmal wünschen wir euch allen ein Gutes Neues Jahr! Ihr seid hoffentich gut gerutscht und habt die ersten Tage im 2015gut überstanden. Wir haben erst ein paar Tage in New York verbracht und waren dann über die Feiertage in der Schweiz. Eigentlich sollte ich diesen Beitrag ja bereits aus den USA verfassen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...
Gestern wollten wir nämlich planmässig nach Albuquerque fliegen. Sorgen machte uns vor allem die Erkältung von Maila letzter Woche und danach mein Husten. Am morgen war jedoch alles bereit und als wir an den Flughafen fahren wollten, kam die Meldung, dass der Flug vier Stunden verspätet sei. Also gab's noch ein Mittagessen in Buch, bevor wir dann am Nachmittag nach Zürich fuhren. Den Anschlussflug in Los Angeles würden wir sicher verpassen und so buchte uns die Swiss für den nächsten Tag bereits einen anderern Flug. Das Drama begann dann aber erst. Wir konnten am Gate eigentlich sofort einsteigen, alle Leute waren froh, dass es jetzt wohl endlich losginge. Dann kam jedoch die Meldung aus dem Cockpit, dass ein Crewmitglied ausfalle und ersetzt werden müsse. Das dauere sicher eine Stunde... gut, gewartet hatten wir ja schon heute. Nach gut 90 Minuten schien es dann loszugehen, das Flugzeug wurde zurückgestossen, doch irgendwie ging es plötzlich nicht mehr weiter. Plötzlich fuhren wir wieder ans Gate zurück. Dann informierte uns der Captain, dass ein Triebwerk nicht 100% funktioniere und das kontrolliert werden müsse. Das dauere wieder etwa 30 Minuten. Nach einer guten Stunde kam dann die Info, dass der Flug annuliert werden müsse. Also alle wieder raus aus dem Flieger, dies jedoch in Tranchen. Also erst die First, dann die Business, dann die Economy. Eine gefühlte Ewigkeit später standen wir also wieder am Gate. Wie es weitergehe wusste das Personal auch nicht, es war ein Hotel und ein Transfer dorthin organisiert. Wir wollten jedoch wieder zurück nach Buch, reservierten also einen Mietwagen und um zehn Uhr waren wir zurück. Ohne Abendessen und ohne an diesem Tag wirklich etwas erledigt zu haben, ausser zu warten.
Der Reste der Geschichte ist dann auch nicht schnell erzählt, denn heute hat Lorenz gute drei Stunden damit verbracht, uns auf einen neue Verbindung umzubuchen. Auch dies nicht ganz einfach... Auf alle Fälle sollte es morgen über Frankfurt und Houston zurück nach Albuquerque gehen. Mal schauen, ob wir dann mehr Glück haben als gestern...

Dienstag, 16. Dezember 2014

Besuch bei Santa Claus

Hier in Amerika ist es üblich, dass man vor Weihnachten mit den Kindern zu Santa Claus geht. Dort können sie sagen, was sie sich wünschen und man kann noch schön Fotos machen. In den grossen Einkaufszentren gibt es deshalb auch immer einen Santa Claus. Natürlich steht man schön Schlange, bis man dann an die Reihe kommt. Wir dachten, dass es doch eine schöne Erinnerung sei, wenn wir mti Klein M auch dahin gingen. Am Sonntag fuhren wir deshalb los in die Cottonwood Mall. Unserer Meinung nach war der Santa Claus da "schöner" als jener in der Coronado Mall. Santa war jedoch gar nicht da, als wir ankamen. Wie es schien machte er eine kurze Pause. Doch wohlweislich standen wir trotzdem an und es zahlte sich aus, Zehn Minuten später hätte man einige Positionen weiter hinten stehen müssen. Als Santa dann gut gelaunt wieder auftauchte, ging es dann auch einigermassen schnell vorwärts. Maila zeigte immer wieder auf den Santa Claus und hatte gute Laune. Dies änderte sich dann schlagartig, als wir zu Santa gehen konnten. Es gab nur noch Tränen und Geschrei. Selbst bei mir beruhigte sie sich nicht. Also gab es kein Foto mit Maila und Santa, sondern eines mit der ganzen Familie. Nach einiger Zeit beruhigte sich die Kleine soweit, dass wenigsten ein einigermassen gutes Foto dabei rauskam. Und für die Neugierigen: das gibt es dann als Weihnachtsgruss persönlich versandt. Maila war aber nicht das einzige Kind, dass in der Nähe des Santa zu schreien begann. Die Grossen und die ganz Kleinen waren die "einfachsten" Kunden, aber alles zwischen eins und drei ist schwierig wie es scheint. Wenn sie dann endlich an der Reihe sind, ist die Angst vor dem alten bärtigen Mann dann doch grösser als die Vorfreude. Wir nahmen's übrigens mit Humor. Was will man machen und ich glaube der Samichlaus war für mich als Kind auch immer sehr suspekt.

Montag, 15. Dezember 2014

Schnee!

Bereits zu Beginn der Woche waren die Meterologen in New Mexico nervös. Ein Sturm kündigte sich fürs Wochenende an. Kälte, Schnee, Regen, Sturm, alles sollte kommen. Wir waren skeptisch, Schnee in Albuquerque? Am Samstag waren wir dann noch ein Geschenk einkaufen, als wir uns an die Wettervorhersage erinnerten. Wir waren gerade in Strickjacke unterwegs bei strahlendem Sonnenschein und fragten uns, ob die Kältefront wirklich noch kommen werde. Gut, man hätte gut auch noch einen Windstopper anziehen können, doch es war wirklich noch warm. Am späten Nachmittag wurde es dann aber doch etwas dunkler und am Abend begann es wirklich zu regnen. Regen ist hier ja immer gut, es ist ja wirklich sehr trocken. Als wir dann nach zehn Uhr auf den Balkon raus schauten, war es dann wirklich ein kleines bisschen weiss. Schneeregen! Leider kühlte es nicht genug ab, dass es wirklich Schnee gegeben hätte, aber wenigstens kurz einen Mini-Flaum. Am Sonntag morgen war es dann kühler, aber für uns noch immer nicht kalt. Die Sandia Peeks, die Berge hier in Albuquerque waren ein wenig eingezuckert. Für Schweizer Verhältnisse natürlich wirklich nur gaanz wenig Schnee, aber immerhin. Gab es in der Schweiz überhaupt schon Schnee? Na ja, es war auf alle Fälle eine spezielle Erfahrung. Schnee in Albuquerque gibt es ja nicht so oft.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die Zeit rennt...

Noch eine Woche sind wir hier in Albuquerque, dann geht es los in Richtung New York. Wir freuen uns auf ein paar weihnachtliche Tage, bevor wir für die Festtage in die Schweiz reisen.
Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen. Meistens verlaufen sie nach demselben Schema und so vergehen sie auch fix. Heute ist ja schon wieder Donnerstag und demnach auch schon bald wieder Wochenende. Unglaublich!
Hier ist es noch immer herbstlich warm und dementsprechend nicht ganz so weihnachtlich. Die erste Erkältung hat uns auch schon erwischt. Nachdem Maila den Anfang gemacht hat, bin ich nun an der Reihe. Ein bisschen Weihnachtsprogramm steht die nächsten Tage aber noch auf unserer Liste. Zum einen wollen wir noch zum Weihnachtsmann (Pflichtprogramm hier in Amerika) und dann noch zu River of Lights. Das ist eine Lichter-Installation im Botansichen Garten hier in Albuquerque. Das soll total schön sein. Ich werde dann berichten, wie es war...