Donnerstag, 10. April 2014

Lorenz trifft den Gouverneur von Jammu/Kasmir

Montag und Dienstag war Lorenz auf Geschäftsreise in Kashmir. Er war beim Spatenstich zur Hangstabilisierung zwischen Katra und dem Shri Mata Vaishno Deviji Tempel. Dabei traf er den Gouverneur von Jammu/Kashmir und die Begegnung wurde mit Foto in einer indischen Zeitung festgehalten. Jedoch hat der Journalist einfach eine Annäherung an den Namen gewählt und so wurde aus Lorenz Jordi ein Lawrence Zorde:

Governor launches first phase of Rs. 45 crore project - Scoop News Jammu Kashmir

Election Day

Heute wird im Raum Delhi gewählt. Der Termin wurde erst vor ein paar Wochen bekannt gegeben und ist ein freier Tag. Dies ermöglicht den Leuten, an den Wahlen teilzunehmen. Gewählt wird der Ministerpräsident und es wird erwartet, dass die bisher regierende Kongresspartei abgewählt wird. Die besten Chancen werden der Modi-Partei zugeschrieben. Diese hat im Bundesstaat Gujarat gute Arbeit geleistet. Dort gibt es ein funktionierendes System bei der Strom- und Wasserversorgung. Ob die Hoffnungen in Modi jedoch gerechtfertigt sind, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
Gewählt wird heute im Raum Delhi/ Haryana, nächste Woche dann in Mumbai. So werden die Wahltage im Land aufgeteilt. Vermutlich, dass nicht ganz alles stillsteht. Wählen kann man aber nur in dem Bundesstaat, wo man seine Wahlkarte deponiert hat. Unser Fahrer kann zum Beispiel nicht in Delhi wählen, da er die Wahlkarte nicht hier hat. Und die Prozedur dazu dauert ein wenig und erfordert einiges an Papierkram.
Für uns bedeutet der heutige Tag, dass wir einen unverhofften Pool-Tag verbringen konnten. Das Wetter ist nämlich noch immer sehr schön. Warm, aber nicht übermässig heiss. Also hat heute die ganze Familie den Pool eingeweiht. Jetzt wieder ein Tag arbeiten, dann ist ja schon wieder Wochenende. So könnte es sich gut leben lassen!

Mittwoch, 9. April 2014

Taj Mahal

Bei einem Aufenthalt in Delhi ist es irgendwie fast ein Muss, einen Abstecher nach Agra zu machen. Auch wir machten das so. Obwohl ich sagen kann, dass mir Agra überhaupt nicht gefällt. Es ist nicht nur die Optik der Stadt, auch die Leute. Es ist einfach zu touristisch dort. Unser Hotel können wir auf keinen Fall weiterempfehlen und wir waren echt froh, als wir nach einer Nacht wieder abreisen konnten. Am morgen nach dem Frühstück fuhren wir nämlich zum Taj Mahal. Für mich bereits der dritte und voraussichtlich letzte Besuch. Aber einmal mehr muss ich sagen, dass das Gebäude schon eindrücklich ist. Zudem hatten wir einmal mehr Glück und konnten das Taj wieder bei strahlenden Sonnenschein bewundern. Da wir diesmal am morgen da waren, ging es auch einigermassen von den Leuten, ganz so schlimm wie an einem Sonntagnachmittag war es bei weitem nicht.

Also hier zum dritten Mal ein paar Eindrücke vom weltberühmten Taj Mahal:





Freitag, 4. April 2014

Fatehpur Sikri

Nach zwei Tagen in Jaipur ging es weiter in Richtung Osten. Unser Fernziel war Agra, doch vor Agra machten wir halt in Fatehpur Sikri. Die Fahrt dauerte recht lange, nach drei bis vier Stunden erreichten wir Fatehpur Sikri und da ging es wie an jedem touristischen Ort in Indien zu und her. Kaum steigt man nämlich aus dem Auto, wird man von Führern, Souvenierverkäufern und Fahrern belagert. Oft ist es nämlich so, dass man nicht direkt zu den Monumenten hinfahren kann. Das biete die Möglichkeit, dass Leute mit einem Transportservice Geld machen können. Nach einer längeren Fahrt im Auto waren wir aber froh, uns ein bisschen die Beine vertreten zu können. Bei den Führern hatten wir eine spezielle Taktik. Wir sagten einfach immer, dass wir einen bräuchten, der polnisch spreche. Super Taktik, denn so wurden wir gleich in Ruhe gelassen. Also machten wir uns auf den Weg. Wie so oft in Indien war es aber nicht wirklich gut angeschrieben und eine Zeit lang hatte ich das Gefühl, dass wir eventuell nicht ganz auf dem richtigen Weg waren. Aber wir kamen an, nahmen aber einfach den falschen Eingang. Denn wenn man nicht abbiegt, kommt man erst zum Teil mit der Dargah-Moschee. Hier muss kein Eintritt bezahlt werden. Der Zugang führt über die wirklich sehr steile Treppe, wo es sich auch ein paar Ziegen gemütlich gemacht hatten.


Im Zentrum des Baus befindet sich ein Mausoleum aus Marmor, bei dem vor allem die Fenster eindrücklich sind. Von aussen sieht man nämlich nichts, doch von innen kann man rausschauen. Frauen mit Kinderwunsch können hier einen Faden anbringen, damit sich ihr Wunsch erfüllt. Bei Carla Bruni soll es angeblich funktioniert haben.

Eines der Fenster des Mausoleums.

Ansonsten ist die Moscheeanlage ein bisschen schmuddelig und unübersichlich. So waren wir nach der Besichtigung nicht ganz sicher, ob wir noch in den Palast rein wollten, entschieden uns dann aber doch dafür. Und ich muss sagen: es lohnt sich. Bis jetzt ist Fatehpur Sikri mein Highlight in Indien. Der Palast ist in einem relativ guten Zustand, jedoch ohne kostbare Verzierungen. Aber es gibt eine schöne Bepflanzung, wenig Touristen, es ist ruhig und man kann sich auch einfach mal ein bisschen hinsetzen.

Fatehpur Sikri ist übrigens eine ehemalige Hauptstadt des Mogulreichs und zudem Teil des Unesco Weltkulturerbes.  Die ganze Baute scheint riesig, besichtigen kann man jedoch nur einen Teil, wie es scheint. Anbei ein paar Eindrücke:





Donnerstag, 3. April 2014

Jaipur the pink city

Jaipur wird auch die pinke Stadt genannt. Der Grund dafür ist, dass früher mal die Gebäude in einem roten Ton angemalt wurden. Es ist eher ein rosa oder pfirsichfarben denn pink, doch es gab der Stadt den Übernamen. Wenn man in der Stadt unterwegs ist, kann man die rötlichen Gebäude gut sehen. Wenn man aber eines der Forts besucht, von welchem man einen guten Blick über die Stadt hat, dann fällt es meiner Meinung nach jedoch nicht mehr so auf.

Blick vom Palast der Winde

Aussicht vom Nahargarh Fort


Im See sieht man noch Jal Mahal, den Wasserpalast. Unser Hotel befand sich gleich gegenüber.

Mittwoch, 2. April 2014

City Palace und Hawa Mahal

Nach Jantar Mantar führte uns unser Weg über die Strasse zum Stadtpalast. Dort residierten früher die Herrscher von Jaipur. Auch heute lebt die Königsfamilie noch in einem Teil des Palastes.
Zu sehen gibt es auch ein Textilmuseum, wo alte Kleidungsstücke ausgestellt werden. Zudem die Audienhalle, wo der Herrscher früher die Leute empfangen hat. In diesem Raum befindet sich übrigens der zweitgrösste Kronleuchter Indiens, Made in Tschechien. Und natürlich noch die zwei grössten Silberbehälter. Die wurden für eine Reise nach England angefertigt, damit der Herrscher darin Gangeswasser transportieren konnte.




Danach gings noch zum berühmten Hawa Mahal, was Palast der Winde bedeutet. Die Frauen aus dem Harem durften ja nicht gesehen werden. Dieser Palast, der nur ein Raum tief ist, ermöglichte es Ihnen, das Geschehen auf den Strassen verdeckt zu beobachten. Ich hab ihn leider nur von aussen gesehen. Musste mir aber sagen lassen, dass es nicht ganz so eindrücklich sei. Man erwartet irgendwie mehr und ist ein bisschen enttäuscht, da es ja wirklich nur ein schmales Bauwerk ist. Eindrücklich ist es jedoch allemal.




Dienstag, 1. April 2014

Jantar Mantar

Jaipur bietet viele Sehenswürdigkeiten und ist zudem auch ein Einkaufsparadies. Gesetzt den Fall man mag die kleinen Läden, wo man bestürmt wird und richtig feilschen muss. Besonders bekannt ist Rajastan ja vor allem für Stoff-, Leder- und Keramikwaren.  Aber dazu ein andermal.
Erstmal begaben wir uns nämlich auf Sightseeing Tour. Jantar Mantar war unser erster Stop. Einer der Herrscher von Jaipur interessierte sich nämlich sehr für Astrologie und baute sich diverse Messinstrumente, damit er Himmelskörper, Tageszeit und Positionen bestimmen konnte. Der Platz sieht sehr futuristisch aus, dementsprechend beeindruckend ist es, dass es sich um alte Bauten handelt. Am Eindrücklichsten fand ich, dass die verschiedenen Instrumente ja exakt ausgerichtet werden mussten, damit genaue Messungen möglich waren. Wir habens mit den uns zugänglichen modernen Möglichkeiten kontrolliert und die Ausrichtung stimmte wirklich.

Anbei ein paar Impressionen der Bauten: