Montag, 27. Januar 2014

Wochenende an der Sonne

Ja, hier in Gurgaon ist nun Winter... es ist zum Glück nicht so kalt wie letzten Januar. Doch leider haben wir recht viel Nebel und Smog. Die Luft ist zur Zeit wirklich schlimm und dazu schleicht sich die Kälte ins Haus. Mit Marmorböden und ohne Isolation wird es manchmal richtig unangenehm. Also war schnell klar, dass wir unseren Besuch in Bangalore im ungemütlichen Januar planen würden. Am Freitag ging es los. Am Flughafen angekommen merkten wir dann, dass unser Flug gar nicht mehr existierte. Der Morgenflug nach Bangalore war noch nicht geflogen. Gründe wurden keine genannt. Auf alle Fälle dauerte es dann noch ein paar Stunden, bis wir endlich abfliegen konnten. Davor wäre es fast noch zu einer Meuterei gekommen. Ein Teil der Passagiere wartete ja schon seit fünf Uhr morgens... wenn man dann erst gegen Mittag ins Flugzeug kann ist es nicht verwunderlich, dass die Stimmung nicht gerade rosig ist. Die Reise war hin und zurück anstrengend, da wir immer über eine Stunde Verspätung hatten. Bangalore war es aber wert. Es war schön warm (28 Grad), die Luft war massiv besser als bei uns und bei Sonnenschein kann man ja nur gut gelaunt sein! Gefallen hat mir vor allem, dass es mehr grün hat und die Gebäude nicht so hoch sind wie bei uns. Gurgaon ist eben Millenium City. Kein Plan dahinter, einfach hunderte von Wolkenkratzern.
Nun sind wir ja schon wieder zurück und die Sonne hat beschlossen, uns heute auch noch mal zu besuchen. Hoffen wir, dass es hier auch bald wärmer wird. Die nächste Reise steht dann ja erst im März an.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Das zweite Jahr beginnt!

Unser erstes Jahr in Indien ist bereits seit zwei Wochen Vergangenheit. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Als wir über Neujahr einen kleinen Rückblick gemacht haben war klar, dass es ein guter Entscheid war, nach Indien zu gehen. Wir bereuen unseren Schritt keineswegs, auch wenn es Tage gab, wo wir gerne One Way in die Schweiz geflogen wären.
Sicher, Indien ist kein Plausch. Jeder Tag bietet neue Herausforderungen, Rückschläge oder aber auch kleine Erfolge. Wir sind dankbar für die Erfahrungen, welche wir hier machen durften. Wir haben gelernt, geduldiger zu sein. Indien besteht vor allem aus Bürokratie, alles ist total kompliziert, immer wird sicher zehn mal kontrolliert, doch mit der Zeit lernt man, dass es nun halt so ist. Umso mehr schätzt man dann auch seine Heimat, wo doch alles recht unkompliziert vonstatten zu gehen scheint. 
Was wir vermissen sind vor allem unsere Familien und Freunde, sowie die Natur. Leider ist es uns hier nicht möglich, in den Wald spazieren zu gehen. Dafür ist es schön, dass ein Grossteil des Jahres warmes Wetter herrscht, und die Garderobe dementsprechen übersichtlich ist. 

Ich könnte noch lange über die Pro's und Contras sprechen, doch was solls. Wir schauen positiv in die Zukunft. Indien wird immer ein Teil unseres Lebens sein, da wir hier zu einer richtigen Familie wurden und bereits unzählige schöne Momente mit Maila erleben durften. Nun schauen wir vorwärts und warten, was Indien und 2014 noch alles für uns bereit hält.

In diesem Sinne wünschen wir euch alles gute fürs 2014. Möge es auch für euch ein weiteres spannendes und unvergessliches Jahr werden! Ist zwar ein bisschen spät für Neujahres-Wünsche, doch wenn man in den Ferien war, ist das doch entschuldbar...

Dienstag, 24. Dezember 2013

Es weihnachtet

Die Temperaturen in Gurgaon gehen langsam zurück. Tagsüber ist es noch gut 20 Grad warm. Da fällt es dementsprechend schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Zudem gestaltet es sich als schwierig, Weihnachtsdekoration zu kaufen. Macht ja eigentlich auch nichts, denn wir müssten sie früher oder später ja so oder so wieder verkaufen. Aus diesem Grund haben wir ein bisschen gebastelt. Herausgekommen sind ein "Adventskranz" aus vier leeren Flaschen sowie Sterndekoration für unsere Zimmerpalmen.





Nun, da bereits alle vier Kerzen brennen bleibt uns nur noch, euch allen ganz schöne Weihnachten sowie einen guten Rutsch ins 2014 zu wünschen!

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Advents-Fondue

Habe schon lange nichts mehr von uns hören lassen! Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangne und heute sind wir nun schon einen Monat zurück in Indien. Während zwei Wochen haben wir die Putzhilfe meiner Kollegin ausprobiert. Als er dann bei ihr die Kekse aus dem Schrank gegessen hat und sich bei Ihrer Abwesenheit ein bisschen zu wohl gefühlt hat, wurde ich auch kritischer. Ja und so kam es wie es kommen musste. Am Freitag haben wir ihm gesagt, dass wir nicht zufrieden seien. Ich meine, wenn jemand kommt und putzt, dann sollte es doch merklich sauberer sein. War es aber leider nicht und deshalb putzt jetzt einmal mehr die Priska-Maid. Na ja, gibt ja schlimmeres. Putzen wird ja als Fitnesstraining völlig unterschätzt!
Der zweite Advent ist nun ja auch schon vorbei und es fällt uns ein bisschen schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen. Am Wochenende haben wir deshalb unsere Deutschen Freunde aus der Nachbarschaft zu Fondue eingeladen. Das gab so einige Herausforderungen. Schliesslich gibt es hier keine Rechauds und Fonduepfannen. Wenigstens fanden wir in Le Marche eine Fondue-Fertigmischung von Emmi. Dann hat sich Lorenz wohl einige Zeit den Kopf zerbrochen, wie er die Pfanne heiss halten kann. Hier die Auflösung. Smart, nicht?

Zum Dessert gab's dann noch selbstgemachte Dattelschümli und Dattelecken. Ach ja und der Grittibänz zum Frühstück muss natürlich auch noch erwähnt werden. Da das Brotangebot ja eher mässig ist, haben wir mal wieder selber gebacken.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Weihnachtsmarkt im Deutschen Haus

Am Wochenende war ja schon der erste Advent! Ehrlich gesagt geht das fast an uns vorbei. Wer denkt denn schon an Weihnachten, wenn er im T-Shirt spazieren geht? Zur Zeit haben wir nämlich schönes frühlingshaftes Wetter. Am Tag sind es gut 25/ 26 Grad. Klar, am Abend kommt der Smog, aber damit müssen wir uns wohl oder übel arrangieren. Das wird dann im Januar bestimmt noch um einiges schlimmer.
Auf alle Fälle war am Wochenende im Deutschen Haus in Delhi ein Weihnachtsmarkt. Wieso eigentlich nicht, dachten wir und fuhren nach unserer Hindi-Lektion los. Was soll ich sagen... Ausflüge nach Delhi werden irgendwie immer mühsamer. Denn unter einer Stunde kommt man eigentlich nie an, da man immer irgenwo im Stau steht. Vor dem deutschen Haus war dann ein riesen Chaos, bereits beim Eingang wurde man geschubst. Leider war der Markt dann auch nicht wirklich unbedingt sehenswert. Es hatte zwar schon einige gute Anbieter, doch das ganze Ambiente stimmte einfach nicht. Die Stände bestanden aus grossen weissen Kisten. Vermutlich, damit am aben dort alles eingeschlossen werden konnte. Die Musik war wie immer laut und wie gesagt, massenweise Leute! Am schönsten war es dann auf der Dachterrasse, wo wir mit unseren deutschen Freunden was trinken gingen. Als es dann kühler wurde, machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Das dauerte natürlich auch wieder eine volle Stunde. Na ja, wenigstens wissen wir jetzt, dass sie das nicht wirklich lohnt. Den ersten Advent verbrachten wir dann zu Hause und genossen es, einfach nichts zu tun.

Donnerstag, 21. November 2013

Eine andere Welt

Die Strasse zu unserem Compound wird zur Zeit saniert. Heute sind die Maschinen direkt vor unserem Haus aufgefahren. Als ich nach der Spielgruppe nach Hause kam, war es deshalb sehr laut. Vom Schlafzimmerfenster und vom Balkon kann man denn die Arbeiten recht gut beobachten und einmal mehr werden mir die Unterschiede zwischen der Schweiz und Indien vor Augen geführt. Bevor nämlich die Löcher mit Teer gefüllt werden, muss die Strasse gewischt werden. Diese Arbeit wird immer von Frauen mit dem sogenannten Indian Duster erledigt. Dies ist ein Besen ohne Stiel, man muss somit in der Hocke am Boden sitzten, um zu wischen.

Normalerweise arbeiten ganze Familien auf solchen Baustellen. Der Teermischer sieht für mich irgendwie wie eine alte Lokomotive aus. Nachdem die Strasse besenrein ist, werden dann die Löcher gefüllt. Erst mit Kies, dann mit Teer. Das Kies wird von den Frauen auf dem Kopf getragen und die Teermischung dann mit einer Schubkarre von den Männern transportiert.






Was machen die Familien denn mit den Kindern, während sie arbeiten? Sie nehmen diese mit und die Kinder spielen auf der Baustelle oder schlafen gleich neben der Teermaschine. Wie ungesund dies ist, muss ich vermutlich nicht speziell erwähnen, doch diese Familien wissen dies vermutlich nicht und haben zudem auch keine andere Möglichkeit, als ihre Kinder mitzunehmen.
Gegessen wird dann übrigens kurz am Strassenrand, die Maschine läuft ja weiter und dementsprechend fällt der Mittag auch kurz aus.




Freitag, 15. November 2013

Back in India

Am Montag ging es nach zwei schönen Wochen in der Schweiz wieder zurück nach Incredible India. Erstmals noch vielen Dank für die vielen Besuche und Begegnungen. Wir haben uns wirklich sehr gefreut. Es ist so schön in die Schweiz zu kommen und so viele liebe Menschen wieder zu treffen! Trotzdem fiel uns der Abschied von Familie und Freunden diesmal ein wenig leichter als noch im März und Mai. So langsam scheinen wir uns hier eingelebt zu haben und wir empfinden Indien als unser daheim. So sind wir nun auch schon wieder im Alltagstrott eingetroffen. Lorenz musste ja bereits am Dienstag wieder ins Büro, ich habe versucht ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen. Das heisst vor allem Wäsche waschen und abstauben. Es ist unglaublich, wie viel Staub sich hier innerhalb von nur zwei Wochen ansammelt. Spontan hat sich dann noch Besuch angemeldet und wir haben zwei schöne Tage mit den Fiederlings verbracht. Nochmals vielen Dank für den Besuch! Es ist immer schön, wenn jemand aus der Schweiz uns besuchen kommt, sie es auch nur für einen Tag. Nun ist schon bald wieder Wochenende. Lorenz musste heute morgen sehr früh los, da er einen Geschäfstbesuch im Osten macht und der Flug bereits um sieben Uhr ging. Morgen wollen wir dann endlich mal an einen Kaffeeplausch der deutschen Gruppe. Diesmal im Lodhi Restaurant in Delhi. Da die Temperaturen zur Zeit sehr angenehm sind, freuen wir uns schon auf ein paar schöne und erholsame Stunden im Gartenrestaurant. Ja und nächste Woche kommt ja schon wieder Besuch! Aman Sapra reist aus Bangalore an. Ihr merkt, zur Zeit läuft so einiges bei uns in Indien. In diesem Sinn euch allen ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Mal!