Unsere Zeit in Amazing India neigt sich langsam dem Ende zu. Während Lorenz noch bis Mitte oder Ende September hier sein wird, werden Maila und ich nur noch einen Monat in Indien verbringen. Die Reise in die Schweiz Mitte August war schon lange geplant und wird nun nicht mehr verschoben. So bleibt uns also noch ein Monat. Unsere Zeit hier ist nun schneller als geplant zu Ende. Zum einen fällt uns der Abschied schwer, denn wir haben hier doch auch einige Freundschaften geschlossen. Zum anderen sind wir froh, dass die Indien-Zeit zu Ende geht. Hier ist doch alles immer anstrengender als in der Schweiz. Der letzte Monat wird denn auch ziemlich schnell vergehen, da noch einiges zu erledigen ist. Die ersten Sachen müssen verkauft werden, Entscheidungen gefällt werdne, was wir behalten möchten, dann den Umzug organisieren und für Lorenz natürlich die Übergabe an seine beiden Nachfolger. Diese wurden schneller als erwartet gefunden und so ist auch unsere Zeit dementsprechend schneller zu Ende. Was danach kommt ist noch offen. Vermutlich ein bisschen Ferien, bevor wir uns in ein neues Abenteuer stürzen oder die schöne Schweiz geniessen werden.
Montag, 14. Juli 2014
Dienstag, 8. Juli 2014
Ein Besuch in Sadar Bazar
Im August sind wir an eine Hochzeit eingeladen und verrückt wie ich bin, plane ich, das Kleid selber zu nähen. Einen schönen Seidenstoff habe ich dafür auch schon gekauft. Da ich aber kein Ufo produzieren möchte, will ich den ausgewählten Schnitt zuerst probe schneidern. Aber... ich habe keinen passenden Stoff dafür. Nun ist es so, dass man in Indien wirklich günstige Stoffe bekommt, jedoch sind wir dafür bisher immmer nach Delhi gefahren. Ein weg eine gute Stunde. Beim derzeitigen Wetter von doch immer noch 40 Grad kein Spass. Es muss hier doch auch Stoffgeschäfte geben dachten wir und haben also unseren Fahrer gefragt. Der meinte, na klar, in Sadar Bazar in Old Gurgaon! Aber da gefällt es Madam vermutlich nicht. Frechheit, oder? Dem habe ich natürlich gerade das Gegenteil bewiesen und so fuhren wir am Samstag morgen nach Old Gurgaon. Da ist Indien noch so, wie man es sich vorstellt. Die Geschäfte liegen direkt an der Strasse und haben etwa die Grösse eines begehbaren Kleiderschranks. Wir wurden eigentlich schon im ersten Laden fündig und gingen nur noch in ein paar andere, da es doch recht lustig war. Wie so oft waren wir die einzigen Weissen. Da frage ich mich manchmal schon, wo den die anderen Expats alle so sind. Gehen die nur in Malls? Na ja, uns hat's Spass gemacht und wir haben sogar noch ein Fahrrad gesehen. Ein Kollege von Lorenz möchte nämlich gerne ein typisch indisches Fahrrad haben und das sind wir nun am organisieren. Gemäss dem Office Boy solls in Sadar Bazar bei der Post Office ein Geschäft haben, wo die verkauft werden. Also geht's wohl bald nochmals dahin. Und irgendwie würde ich doch gerne noch so einen Herrenschneider ausprobieren... Und war lernt man daraus? Es ist viel spannender an solche Orte zu gehen als nur in Malls.
Donnerstag, 3. Juli 2014
Hallo Monsun!
Ja, kaum beklagt man sich, wird man eines Besseren belehrt! Gestern begann er also, der Monsun. Das bedeutet, dass es etwas kühler, dafür aber schwüler geworden ist. Und ich merkte auch gleich, was mir am Monsun nicht so gut gefällt. Erstens ist man immer so schwitzig und es wird total schwierig Wäsche zu trocknen. Draussen wird's ja automatisch wieder nass und drinnen wirds dann einfach noch ein bisschen feuchter. Im Gegensatz zum letzten Jahr halten sich die Regenfälle bisher aber noch in Grenzen. Heute war ich trotz Regen in der Spielgruppe. Letztes Jahr gab es also Tage, da blieben wir lieber gleich zu Hause. Es kann nämlich sein, dass man drei bis vier mal länger halt als normal, wenn es regnet. Sehr lustig auch zu beobachten, welche Strassen den Monsun überleben. Die Bauqualität lässt ja doch ein wenig zu wünschen übrig und so kann es gut sein, dass eine Strasse nach einem Regenfall schon wieder unzählige Löcher hat. Obwohl, die Strassen sind ja nicht mal direkt nach der Fertigstellung wirklich eben. Na ja, wir nehmen es gelassen, wird ja unser letzter Monsun hier in Indien sein. Euch noch einen guten Wochenendspurt.
Dienstag, 1. Juli 2014
Monsun, wo bist du?
Vor einem Jahr legten wir uns einen running gag zu. Am morgen schauten wir jeweils aus dem Fenster und meinten, ach, heute scheint mal wieder die Sonne! Dieses Jahr passt das jedoch nicht mehr. Meist ist es dunstig, blauen Himmel siehtman nur selten einmal. Über die Luftwerte verlier ich kein Wort, denn die sind seit dem Winter nur minim besser geworden. Zur Zeit ist es immer noch heiss, aber zunehmend drückend. Da der Monsun im Süden noch nicht so richtig begonnen hat, müssen wir uns hier im Norden wohl noch ein bisschen gedulden. Es scheint zwar so, wie wenn es bald regnen würde, doch das geht doch schon eine gute Woche so. Wenigstens haben wir uns von den über 40 Grad verabschiedet. Wenn es so heiss ist, kann man nämlich kaum noch was machen, was nicht drinnen stattfindet. Manchmal frage ich mich schon, wie die unzähligen Leute das empfinden, welche draussen auf der Strasse leben. Delhi ist ja nicht gerade für ein gutes Klima bekannt. Im Winter empfindlich kalt und im Sommer extrem heiss trifft es ja schon eher. Da sind wir doch einmal mehr sehr privilegiert. Wir können uns die Heizung für den Winter leisten und die Klimaanlage für den Sommer. Obwohl ich noch sagen kann, das wir zu den Personen gehören, welche die Klimaanlage nur begrenzt und mässig einsetzten. Vor allem im Schlafzimmer und im Wohnzimmer wird gekühlt und das auch nur auf circa 30 Grad. Das tönt für Schweizer jetzt vielleicht nach extremer Hitze, aber wenn es draussen 40 Grad hat, ist das immerhin zehn Grad Unterschied, die man doch gut merkt und trotzdem ist es nicht so extrem, dass man gleich eine Jacke anziehen kann. Irgendwie ist es mit der Kühlung ja dasselbe, wie mit der Heizung. Anstatt im Winter im T-Shirt dazusitzen, kann man ja auch die Heizung reduzieren.
Mittwoch, 25. Juni 2014
Holzbox zum zweiten
Nachdem die Firma Geobrugg eine Holzkiste mit Material auf unserem Parkplatz lagert, wollte die Firma Brugg wie es scheint nachziehen. Nein, so war es natürlich nicht, aber es ist wirklich so, dass Mitte Mai nochmals eine Holzkiste zu uns geliefert wurde. Von den Massen her ist diese aber massiv grösser. Deshalb konnte sie auch nicht von Hand abgeladen werden, sondern es musste ein Kran kommen. So viel Action an einem Samstag! Unglaulich! Die Herren musste noch eine Zeit lang auf uns warten, da wir noch beim Einkaufen waren. Die Lieferung bestand aus zwei Kisten, einmal eine Kleine, die auf dem Parkplatz gestellt wurde und eine zweite, grosse. Diese mussten die etwa acht Männer ausladen und den Inhalt zu uns in die Angstellten-Zimmer runter tragen.
Die grosse Holzkiste war denn auch ein paar Tage nach der Aktion noch immer eine grosse Attraktion. Einene Tag später konnte ich nämlich den Bügel-Mann beobachten, wie er auf seinem Motorrad sass, den Kopf aufgstützt und mit träumerischen Blick zur Holzkiste rüber blickend. Auch zwei unserer Nachbarn meinten, dass sie die Kiste gerne nehmen würden. Holz ist nämlich hier ein teueres Material. Da das Installations-Material jedoch auch wieder weg muss, benötigen wir die Kiste noch. Damit sie den Rasen auch nicht beschädigt, wurde sie während unserer Ferien auch noch auf den Parkplatz gestellt. Das Auto hat jetzt juste noch Platz.
Nichts los...
Ja, hier auf dem Blog läuft in der letzten Zeit nicht wirklich was. Der Grund ist schnell erklärt. Aufgrund der Sommerhitze liegt das Leben hier praktisch still. Draussen kann man sich bei 40 Grad kaum aufhalten, selbst am späten Nachmittag und Abend ist es noch zu heiss, um auch nur einen Spaziergang zu machen. Dementsprechend verbringen wir unsere Tage drinnen. Ansonsten läuft alles den gewohnten Lauf. Nichts neues. Immer dieselben Problemchen wie unpünktliche Pool-Cleaner, die Maid, die an die Details erinnert werden muss, Läden in denen plötzlich Lebensmittel nicht mehr erhältlich sind. Nach fast ein einhalb Jahren nimmt man es zwar ein bisschen gelassenener, doch eins ist sicher, an gewisse Dinge will und kann ich mich einfach nicht gewöhnen.
Eine Geschichte gibt es noch zu erzählen, mehr dazu aber später.
Eine Geschichte gibt es noch zu erzählen, mehr dazu aber später.
Mittwoch, 11. Juni 2014
Backofen Neu Delhi
Nach mehr als zwei wunderbaren Wochen in der Schweiz hiess es gestern Abschied nehmen. Mit Wehmut stiegen wir ins Flugzeug in Richtung Delhi. Wenn man im Ausland lebt wird einem einmal mehr klar, wie wunder, wunderschön die Schweiz ist. Die letzten Wochen haben wir vor allem die gute Luft, die Sonne, die wunderbare Natur und natürlich unsere Familen genossen. Zum einen ist es natürlich super, im Mai/ Juni in der Schweiz zu sein, wenn alles blüht und gedeiht und das Wetter so gut mitspielt wie an Pfingsten. Aber zum anderen muss man dann halt auch all das hinter sich lassen. Delhi hat uns mit gemässigten 36 Grad empfangen. Muss ich noch erwähnen, dass wir um Mitternacht gelanded sind? Unser Haus fühlte sich an, wie ein Backofen. Selbst die sofort eingestellte Klimaanlage brauchte eine Stunde, um sichtlich zu kühlen. Selbst das Bett ist aufgeheizt und dementsprechend lange dauert es, bis man einschlafen kann. Gemäss Zeitungsberichten war es am Sonntag in Delhi so heiss, wie in den letzten 50 Jahrne nicht mehr. So ganz glauben kann ich das nicht, denn es wird eigentlich jeden Sommer an der 50 Grad Marke gekratzt. Auffallend war gestern vor allem, dass es keine Leute auf der Strasse hatte. Alle, die schon mal in Indien waren wissen, dass es eigentlich immer ein paar Leute, wenn nicht sogar recht viele auf der Strasse hat. Egal zu welcher Uhrzeit. Gestern war es aber fast ausgestorben. Vermutlich ist es nun wirklich für alle einfach zu heiss. Der Monsun wird wie letztes Jahr für den 1. Juli erwartet. Bis dahin kühlen wir wacker weiter und ich gehe jetzt mal auspacken und warte auf meine Putzfrau. Denn in der letzten Woche gab es noch einen schlimmes Gewitter, dass selbst riesige Bäume entwurzelt hat. Da unsere Fenster ja nicht gerade luftdicht sind, kann man jetzt auf allen Oberflächen schreiben, die Böden sind sandig und dei Füsse dementsprechend sofort schmutzig. Aber das gehört nun mal dazu, wenn man nach Indien zurück kehrt. Unser Abenteuer geht jetzt ja dem Ende zu und dementsprechend können wir diese Fakten getrost hinnehmen und das Positive sehen. Euch allen noch einen gute Restwoche!
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