Montag, 16. Februar 2015

Friends and Lovers Balloon Rally

Ein ereignisreiches Wochenende ist zu Ende gegangen.
Am Sonntag waren wir bereits frühmorgens unterwegs. Auf dem Balloon Fiesta Areal fand eine Balloon Rally statt. Um sieben Uhr morgens wurden die Ballone aufgeblasen und nach acht Uhr waren fast alle in der Luft.

Eine Arbeitskollegin von Lorenz ist Teil eines dieser Ballon-Teams und lud uns ganz spontan ein, dabei zu sein. Also packten wir unseren Rucksack und klein Maila ein und waren um halb acht auch schon auf dem Areal. Das Team fanden wir dann auch recht schnell, denn so ein Heissluftballon ist ja nicht zu übersehen.

Wir machten ein paar Fotos und plötzlich hiess es, dass noch ein Platz frei sei. Also schnell Schlüsselübergabe, Kameracheck und Lorenz sprang in den Korb und kam so zu seinem ersten Heissluftballon-Flug seines Lebens.




Maila und ich fuhren mit Lorenz' Arbeitskollegin Meredith dann zusammen mit dem Team dem Balloon nach, um die ganze Mannschaft wieder einzusammeln. Nach einer guten halben Stunde landeten sie dann in der Nähe von Bernalillo. Dann ging es daran, den Balloon zusammenzufalten, ohne dass er an den Büschen und dem Zaun beschädigt wurde. Maila fand das ganze wohl ein bisschen komisch. Erst fliegt Papa weg und dann dieses grosse rote Ding da?
Nachdem alles verstaut war, ging es noch zu einem Brunch ins Crown Plaza. Da gab's dann noch Gebäck, Gipfeli, Rühreier, Kartoffeln, Speck und Früchte zu essen. Die Ballonfahrer sind irgendwie ein spezielles Völkchen, aber alle hatten Freude an Maila und sie hatte Spass daran, dass so viele mit ihr spielen wollten.
Nach dem Frühstück gab es noch eine Tombola. Maila hatte auch ein Gratislos bekommen, da es für Kinder eine Extra-Verlosung gab. Und gleich bei der ersten Nummer wurde Mailas Los gezogen! Gewonnen hat sie eine Puppe. Diese wurde natürlich sofort ausgepackt und gleich in Beschlag genommen. Nach Zwölf machten wir uns dann auf den Heimweg und legten das müde Kinde ins Bett. So viel erlebt und es war ja erst die Hälfte des Sonntags vorbei.... Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Sonntag, 15. Februar 2015

Valentinstag

Hier in Amerika wird der Valentinstag ja richtig begangen. Das heisst, dass seit Wochen Schokolade und Karten in Rot und Rosa verkauft werden. Heute war dann in unserem normalen Lebensmittelgeschäft auch alles ganz "herzig". Ein Teil des Fisches wurde heute in roten Herzen präsentiert und auch bei den Salaten hatten sie die Auslage vorne mit roten und rosa Herzen dekoriert. Soll ich noch erwähnen, dass die meisten Männer den Laden mit Blumensträussen verliessen? Wir lassen den Feiertag jedoch an uns vorbeiziehen und freuen uns dafür, dass wir morgen an ein Ballonfestival gehen. Euch ein schönes Wochenende!

Dienstag, 10. Februar 2015

Sonne satt

20 Grad und strahlender Sonnenschein. Das beschreibt das Wetter der letzten Tage ziemlich präzise. Was soll man da so anstellen? Natürlich raus gehen. Am Sonntag fuhren wir deshalb, nach einem ausgiebigem Frühstück, zum Aquarium und dem Botansichen Garten. In letzterem waren wir ja schonmal für River of Lights. Das Aquarium ist vor allem im Winter und im Sommer sicher einen Besuch wert. Denn bei Kälte oder Hitze ist es ja optimal, wenn man ein bisschen drinnen sein kann. Für klein M war es denn auch spannend, die Fische zu beobachten. Uns freute vor allem, dass wir oft sagen konnten, dass wir diesen oder jenen Fisch doch auf den Malediven gesehen hatten. Ja und die grossen Rochen und Haie waren einfach nur eindrücklich.
Der Botanische Garten befindet sich dann gleich nebenan. Leider wurde der Garten noch nicht neu bepflanzt, und so war es noch ein wenig winterlich trist. Doch wir hatten viel Spass. Mussten wir doch die Gänse und Enten beobachten, die Modelleisenbahn genau studieren und natürlich Steine, Laub und Erde befühlen. Zudem legten wir einige Meter zu Fuss zurück. Nachdem klein M ein Nickerchen im Kinderwagen gemacht hatte, gab's noch selbstgebackene Muffins und Pancacke-Reste vom Samstag.
Danach lernten wir noch eine ältere Dame kennen, die uns sicher eine Stunde lang aus ihrem Leben erzählte und uns ein bisschen ausfragte. Wie immer waren wir wegen Maila ins Gespräch gekommen. Aber es war wirklich schön und nicht aufdringlich. Beim Weg nach Hause diskutierten wir denn auch, dass uns das in der Schweiz sicher nicht passiert wäre. Man kann von den Amerikanern halten, was man will. Aber sie sind wirklich freundlich und interessiert.
Müde von der vielen frischen Luft und der Sonne kamen wir wieder zu Hause an. Was für ein schöner Tag! Die Wetterprognose prophezeit ja noch so ein paar Tage. Wird also höchste Zeit, dass ich mir mal überlege, was wir kommendes Wochenende so anstellen könnten...

Donnerstag, 5. Februar 2015

Skiausflug oder doch Frühlinsspaziergang?

Am Samstag war es hier empfindlich kalt und es gab viel Schnee in den umliegenden Berge. Eigentlich perfekt, um noch einen Skiausflug zu planen. Wollten wir denn auch, doch die Wetterprognose für diese Woche war so schön, dass es fürs Wochenende nicht klappt. Die ganze Woche hatten wir über 14 Grad, aufs Wochenende soll es sogar gegen zwanzig Grad warm werden. Skifahren macht da keinen Spass, ausser man fährt gerne im Sulz.
Der Winter hier ist zwar vorhanden, doch es ist viel angenehmer als in der Schweiz und von Indien sprech ich hier mal gar nicht. Denn da besteht der Winter hauptsächlich aus Nebel und noch schlechterer Luftqualität als sonst. Dazu hatten wir ja keine richtige Heizung. Hier ist das alles anders. Unsere Heizung funktioniert tadellos, wenn es draussen kalt ist, haben wir es wohlig warm. Zudem ist die Sonne einfach das Beste am ganzen. Zu 80% scheint hier die Sonne und somit kann man gar keinen Winterblues bekommen. Ja und da wir recht südlich sind, ist es bereits jetzt bis fast 18 Uhr hell. Den Winter im Süden zu verbringen, ist also definitiv eine Überlegung wert. Mir stellt sich nur die Frage, wie ich denn einen Schweizer Winter überleben soll? Aber das lasse ich mal auf mich zukommen.

Mit zunehmenden Temperaturen ist es hier zudem lustig, die Amerikaner zu beobachten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie rausschauen und sich dementsprechend anziehen. Wie gesagt, am morgen ist es noch sehr frisch und auch am Nachmittag kann man eine dünne Jacke gut vertragen. Trotzdem sieht man hier bereits Leute in FlipFlops, kurzen Hosen, T-Shirts und dergleichen. Aber so wie ich gehört habe, scheint der Amerikaner ja nicht sehr kälteempfindlich zu sein. In New York sahen wir ja auch Frauen, die trotz beinahe Minustemperaturen im Kleidchen ohne Strümpfe und mit offenen Schuhen umherstöckelten. Ich gehöre dann wohl einfach zu der Fraktion, die gerne warm hat. Jedem das seine.

Dienstag, 3. Februar 2015

der Tag danach

Superbowl Hangover... Der Montag nach dem Superbowl-Final sei in Amerika der Tag, an dem die Meisten Leute unentschuldigt nicht zur Arbeit erscheinen habe ich gestern gelernt. Gut, wir hatten definitiv keinen Hangover, dafür fehlte wohl das Bier.
Bei Lorenz im Büro war das Superbowl-Final natürlich auch Gesprächsthema Nummer eins. Vermutlich ist das mit einem Fussball-WM-Spiel zu vergleichen. Aber spannend fand ich, dass eigentlich gar nicht das Resultat diskutiert wurde. Am Meisten zu reden gab der Spieler, der den Ball eine Minute vor Schluss nah am Touchdown-Punkt noch fangen konnte. Der Ball prallte zwei Mal auf ihm ab und danach fing er ihn noch mit den Händen. Das führte dann ja zu der extrem spannenden Situation, dass die Seahawks fast noch hätten ausgleichen können. So eine Szene gibt es wohl nur alle paar Jahre oder Jahrzehnte einmal.
Das zweite waren die Werbespots. Ja, jeder Spot wurde nur einmal gezeigt und es gibt sogar Hitlisten darüber. Die Spots werden sogar extra für die Werbepausen am Superbowl produziert. Im Radio wurden die Favoriten gewählt und ich kann mich denen eigentlich anschliessen. Wirklich gut waren die Spots von Budweiser, Fiat und Coca Cola. Diese hier jetzt zu erklären ist schwierig, wen es interessiert wird die Spots sicher über Google finden...
Ja und dann wurde natürlich über die Halbzeit-Show gesprochen. Die fand ich in Ordnung, aber nicht irgendwie total spektakulär. Gemäss Medien muss es aber eine Mega-Show gewesen sein.
Soviel zum Superbowl... Euch weiterhin eine gute Woche!

Montag, 2. Februar 2015

Superbowl!

Am Sonntag Nachmittag war der in Amerika lang ersehnte Spieltag um die Superbowl. Das Spiel wurde ständig im Radio erwähnt und auch in den Geschäften wurde man darauf aufmerksam gemacht, dass das grosse Spiel vor der Tür steht.
American Football ist ja bei uns nicht wirklich bekannt, doch in Amerika ist wohl einer der beliebtesten Sportarten. Der Final des Superbowl erreicht die grössten Einschaltquoten im Amerikanischen Fernsehen.  Früher spielten die Sieger der zwei Liga American Football League und National Football League gegeneinander. Seit 1970 wurden die Teams in Conferences eingeteilt und nun spielen der Sieger der American Football Conference gegen den Sieger der National Football Conference. Das Final-Spiel findet traditionell am ersten Sonntag im Februar statt und meist in den Südstaaten. Da ist es zu dieser Jahreszeit ja einfach angenehmer von den Temperaturen her.
Dieses Jahr spielten die New England Patriots gegen die Seattle Seahawks. Das Spiel fand in Glendale Arizona statt. Soviel zur Theorie. Was die Spielregeln angeht, habe ich eigentlich keine grosse Ahnung. Eine Mannschaft spielt jeweils im Angriff, die andere in der Defensive. Ziel ist es mit dem Ball bis ganz in die gegnerische Zone zu gelangen und einen Touchdown zu machen. Das ist aber gar nicht so einfach. Die Teams hangeln sich ein bisschen am Spielfeld entlang, man versucht immer wieder ein Feld gutzumachen, bis man dann ganz hinten ankommt. Die Spieldauer ist 60 Minuten, unterteilt in vier Teile. Das Spiel war dann am Anfang auch nicht sehr spannend, es dauerte bis zum Zweiten Viertel, als die Patriots den ersten Touchdown realisieren konnten. Danach glichen die Seahawks aber relativ bald aus. Und so stand es zur Halbzeit unentschieden 14 zu 14. Dann folgt übrigens die grosse und spektakuläre Halbzeitshow, die von Pepsi gesponsort wird. Eine Riesenshow. Beeindruckend war vor allem, wie schnell die Bühne auf- und wieder abgebaut war. Im dritten Drittel gingen dann die Seahawks erstmals in Führung. Die Patriots konnten nochmals aufholen und zwei Minuten vor Schluss überschlugen sich die Ereignisse. Denn die Patriots konnten noch einen Touchdown realisieren und gingen 28 zu 24 in Führung. So spannend! Es schien fast so, als dass nun die Entscheidung gefallen wäre. Doch die Seahawks schafften es innerhalb einer Minute bis vor die Touchdown Linie und bei einem Angriff konnte ein Spieler der Patriots den Ball abfangen, auf der Linie versteht sich. Das bedeutete, dass nun die Patriots wieder im Angriff waren. Die Nerven auf dem Spielfeld lagen blank und so wundert es nicht, dass es noch ein bisschen Gerangel gab. Auf alle Fälle war das dann dreissig Sekunden vor Schluss die Entscheidung. Die Patriots erreichten den vierten Sieg der Superbwol in ihrer Clubgeschichte. 
Das Spiel war zum Schluss an Spannung kaum zu überbieten. Nur dauert es auch eine ganze Zeit, bis so ein Spiel zu Ende ist. Im Total sassen wir fast vier Stunden vor dem Fernseher. Die vielen Werbeunterbrechungen natürlich miteingerechnet. Irgendwie muss das Spektakel ja finanziert werden. Aber es war wirklich spannend und falls jemand im Februar in den USA ist oder nicht gut schlafen kann: schaut euch das Superbowl-Final an!

Montag, 26. Januar 2015

Wochenende in Bildern

Schon wieder ist eine Woche vergangen. Sie brachte uns schönes Wetter, neue alte Spielsachen, Schnee und ein erholsames Wochenende. Gemacht haben wir nicht viel. Einkaufen, Kuchen backen, feines Nachtessen zubereiten, spazieren gehen, spielen. Was man als Familie so macht... Letzte Woche waren wir an der Trailhead Road für unseren Sonntagsspaziergang. Dort kann man den Kinderwagen jedoch nicht mitnehmen. Es geht auf und ab, also musste Maila in den Carrier verfrachtet werden. Wieder erwarten gab es aber keinen Protest. Von da oben sahen wir jedoch, dass es ganz in der Nähe noch einen anderen Ausgangspunkt für Spaziergänger gibt. Und genau dorthin machten wir uns gestern auf: zum Michael Emery Trailhead. Die Fahrt dauert ein paar Minuten länger, dafür kann man mit Kleinkind besser spazieren gehen. Es ist mit dem Kinderwagen nicht ganz optimal, aber wenn man einen starken Mann dabei hat kein Problem. Zudem ist es da oben so schön ruhig. Endlich mal keine Fahrzeuggeräusche...
Lustig ist zudem, dass man den unterschiedlichsten Leuten begegnet, vor allem was die Kleidung betrifft. Wir sahen alles von Leuten mit Hot Pants, T-Shirt, Windstopper, Daunenjacken, Handschuhen, gar kein T-Shirt. Unglaublich, das Wärmeempfinden der Amerikaner. Kaum scheint die Sonne, scheint es Zeit für die kurzen Hosen zu sein...

Hier noch ein paar Eindrücke der Landschaft: