Donnerstag, 5. Februar 2015

Skiausflug oder doch Frühlinsspaziergang?

Am Samstag war es hier empfindlich kalt und es gab viel Schnee in den umliegenden Berge. Eigentlich perfekt, um noch einen Skiausflug zu planen. Wollten wir denn auch, doch die Wetterprognose für diese Woche war so schön, dass es fürs Wochenende nicht klappt. Die ganze Woche hatten wir über 14 Grad, aufs Wochenende soll es sogar gegen zwanzig Grad warm werden. Skifahren macht da keinen Spass, ausser man fährt gerne im Sulz.
Der Winter hier ist zwar vorhanden, doch es ist viel angenehmer als in der Schweiz und von Indien sprech ich hier mal gar nicht. Denn da besteht der Winter hauptsächlich aus Nebel und noch schlechterer Luftqualität als sonst. Dazu hatten wir ja keine richtige Heizung. Hier ist das alles anders. Unsere Heizung funktioniert tadellos, wenn es draussen kalt ist, haben wir es wohlig warm. Zudem ist die Sonne einfach das Beste am ganzen. Zu 80% scheint hier die Sonne und somit kann man gar keinen Winterblues bekommen. Ja und da wir recht südlich sind, ist es bereits jetzt bis fast 18 Uhr hell. Den Winter im Süden zu verbringen, ist also definitiv eine Überlegung wert. Mir stellt sich nur die Frage, wie ich denn einen Schweizer Winter überleben soll? Aber das lasse ich mal auf mich zukommen.

Mit zunehmenden Temperaturen ist es hier zudem lustig, die Amerikaner zu beobachten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie rausschauen und sich dementsprechend anziehen. Wie gesagt, am morgen ist es noch sehr frisch und auch am Nachmittag kann man eine dünne Jacke gut vertragen. Trotzdem sieht man hier bereits Leute in FlipFlops, kurzen Hosen, T-Shirts und dergleichen. Aber so wie ich gehört habe, scheint der Amerikaner ja nicht sehr kälteempfindlich zu sein. In New York sahen wir ja auch Frauen, die trotz beinahe Minustemperaturen im Kleidchen ohne Strümpfe und mit offenen Schuhen umherstöckelten. Ich gehöre dann wohl einfach zu der Fraktion, die gerne warm hat. Jedem das seine.

Dienstag, 3. Februar 2015

der Tag danach

Superbowl Hangover... Der Montag nach dem Superbowl-Final sei in Amerika der Tag, an dem die Meisten Leute unentschuldigt nicht zur Arbeit erscheinen habe ich gestern gelernt. Gut, wir hatten definitiv keinen Hangover, dafür fehlte wohl das Bier.
Bei Lorenz im Büro war das Superbowl-Final natürlich auch Gesprächsthema Nummer eins. Vermutlich ist das mit einem Fussball-WM-Spiel zu vergleichen. Aber spannend fand ich, dass eigentlich gar nicht das Resultat diskutiert wurde. Am Meisten zu reden gab der Spieler, der den Ball eine Minute vor Schluss nah am Touchdown-Punkt noch fangen konnte. Der Ball prallte zwei Mal auf ihm ab und danach fing er ihn noch mit den Händen. Das führte dann ja zu der extrem spannenden Situation, dass die Seahawks fast noch hätten ausgleichen können. So eine Szene gibt es wohl nur alle paar Jahre oder Jahrzehnte einmal.
Das zweite waren die Werbespots. Ja, jeder Spot wurde nur einmal gezeigt und es gibt sogar Hitlisten darüber. Die Spots werden sogar extra für die Werbepausen am Superbowl produziert. Im Radio wurden die Favoriten gewählt und ich kann mich denen eigentlich anschliessen. Wirklich gut waren die Spots von Budweiser, Fiat und Coca Cola. Diese hier jetzt zu erklären ist schwierig, wen es interessiert wird die Spots sicher über Google finden...
Ja und dann wurde natürlich über die Halbzeit-Show gesprochen. Die fand ich in Ordnung, aber nicht irgendwie total spektakulär. Gemäss Medien muss es aber eine Mega-Show gewesen sein.
Soviel zum Superbowl... Euch weiterhin eine gute Woche!

Montag, 2. Februar 2015

Superbowl!

Am Sonntag Nachmittag war der in Amerika lang ersehnte Spieltag um die Superbowl. Das Spiel wurde ständig im Radio erwähnt und auch in den Geschäften wurde man darauf aufmerksam gemacht, dass das grosse Spiel vor der Tür steht.
American Football ist ja bei uns nicht wirklich bekannt, doch in Amerika ist wohl einer der beliebtesten Sportarten. Der Final des Superbowl erreicht die grössten Einschaltquoten im Amerikanischen Fernsehen.  Früher spielten die Sieger der zwei Liga American Football League und National Football League gegeneinander. Seit 1970 wurden die Teams in Conferences eingeteilt und nun spielen der Sieger der American Football Conference gegen den Sieger der National Football Conference. Das Final-Spiel findet traditionell am ersten Sonntag im Februar statt und meist in den Südstaaten. Da ist es zu dieser Jahreszeit ja einfach angenehmer von den Temperaturen her.
Dieses Jahr spielten die New England Patriots gegen die Seattle Seahawks. Das Spiel fand in Glendale Arizona statt. Soviel zur Theorie. Was die Spielregeln angeht, habe ich eigentlich keine grosse Ahnung. Eine Mannschaft spielt jeweils im Angriff, die andere in der Defensive. Ziel ist es mit dem Ball bis ganz in die gegnerische Zone zu gelangen und einen Touchdown zu machen. Das ist aber gar nicht so einfach. Die Teams hangeln sich ein bisschen am Spielfeld entlang, man versucht immer wieder ein Feld gutzumachen, bis man dann ganz hinten ankommt. Die Spieldauer ist 60 Minuten, unterteilt in vier Teile. Das Spiel war dann am Anfang auch nicht sehr spannend, es dauerte bis zum Zweiten Viertel, als die Patriots den ersten Touchdown realisieren konnten. Danach glichen die Seahawks aber relativ bald aus. Und so stand es zur Halbzeit unentschieden 14 zu 14. Dann folgt übrigens die grosse und spektakuläre Halbzeitshow, die von Pepsi gesponsort wird. Eine Riesenshow. Beeindruckend war vor allem, wie schnell die Bühne auf- und wieder abgebaut war. Im dritten Drittel gingen dann die Seahawks erstmals in Führung. Die Patriots konnten nochmals aufholen und zwei Minuten vor Schluss überschlugen sich die Ereignisse. Denn die Patriots konnten noch einen Touchdown realisieren und gingen 28 zu 24 in Führung. So spannend! Es schien fast so, als dass nun die Entscheidung gefallen wäre. Doch die Seahawks schafften es innerhalb einer Minute bis vor die Touchdown Linie und bei einem Angriff konnte ein Spieler der Patriots den Ball abfangen, auf der Linie versteht sich. Das bedeutete, dass nun die Patriots wieder im Angriff waren. Die Nerven auf dem Spielfeld lagen blank und so wundert es nicht, dass es noch ein bisschen Gerangel gab. Auf alle Fälle war das dann dreissig Sekunden vor Schluss die Entscheidung. Die Patriots erreichten den vierten Sieg der Superbwol in ihrer Clubgeschichte. 
Das Spiel war zum Schluss an Spannung kaum zu überbieten. Nur dauert es auch eine ganze Zeit, bis so ein Spiel zu Ende ist. Im Total sassen wir fast vier Stunden vor dem Fernseher. Die vielen Werbeunterbrechungen natürlich miteingerechnet. Irgendwie muss das Spektakel ja finanziert werden. Aber es war wirklich spannend und falls jemand im Februar in den USA ist oder nicht gut schlafen kann: schaut euch das Superbowl-Final an!

Montag, 26. Januar 2015

Wochenende in Bildern

Schon wieder ist eine Woche vergangen. Sie brachte uns schönes Wetter, neue alte Spielsachen, Schnee und ein erholsames Wochenende. Gemacht haben wir nicht viel. Einkaufen, Kuchen backen, feines Nachtessen zubereiten, spazieren gehen, spielen. Was man als Familie so macht... Letzte Woche waren wir an der Trailhead Road für unseren Sonntagsspaziergang. Dort kann man den Kinderwagen jedoch nicht mitnehmen. Es geht auf und ab, also musste Maila in den Carrier verfrachtet werden. Wieder erwarten gab es aber keinen Protest. Von da oben sahen wir jedoch, dass es ganz in der Nähe noch einen anderen Ausgangspunkt für Spaziergänger gibt. Und genau dorthin machten wir uns gestern auf: zum Michael Emery Trailhead. Die Fahrt dauert ein paar Minuten länger, dafür kann man mit Kleinkind besser spazieren gehen. Es ist mit dem Kinderwagen nicht ganz optimal, aber wenn man einen starken Mann dabei hat kein Problem. Zudem ist es da oben so schön ruhig. Endlich mal keine Fahrzeuggeräusche...
Lustig ist zudem, dass man den unterschiedlichsten Leuten begegnet, vor allem was die Kleidung betrifft. Wir sahen alles von Leuten mit Hot Pants, T-Shirt, Windstopper, Daunenjacken, Handschuhen, gar kein T-Shirt. Unglaublich, das Wärmeempfinden der Amerikaner. Kaum scheint die Sonne, scheint es Zeit für die kurzen Hosen zu sein...

Hier noch ein paar Eindrücke der Landschaft:




Donnerstag, 22. Januar 2015

Zwei Mal Weihnachten

Zu Weihnachten hat klein M den Lego Duplo Bauernhof erhalten. Deshalb haben wir ihre Bauklötze auch bereits zurück in die Schweiz verfrachtet. Unsere Koffer haben ja nur beschränkt Platz. Anfang Januar haben wir uns dann gefragt, ob sie nun nicht ein bisschen wenig Spielsachen besitzt. Zu Hause gibt's ja Unmengen Dinge, mit denen sie gerne spielt. Zum Beispiel die Puppenwagen oder auch das Teegeschirr. Maila spielt ja schön mit ihrem Bauernhof, doch als Eltern bekommt man schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, wenn das Kind drei Monate lang nur so wenig zur Verfügung hat. Also kam uns die Idee, ob es hier nicht so was wie eine Ludothek gibt. Lorenz fragte also im Büro nach und da stellte sich raus, dass eine Mitarbeiterin am Wochenende die Spielsachen ihrer Nichte durchschauen werde. Diese wollte sie eigentlich spenden aber so bekamen wir sie zuerst und sie werden halt erst im März gespendet. Lorenz kam also am Montag abend mit einer Art Duplo für ganz kleine Kinder, drei Kuscheltieren und einer Spielküche nach Hause. Für klein M war es wohl wie Weihnachten.

Die Küche wurde natürlich sofort inspiziert:


Aber auch die Bauklötze findet sie super. Diese sind grösser als Lego Duplo und einfacher zum zusammenbauen. Deshalb kann sie schon gut selber klene Türme aufbauen, ein richtiges Erfolgserlebnis!


Ja und wir sind glücklich, dass sie jetzt so viel Auswahl hat. Der Bauernhof ist übrigens für eine Zeit in den Schrank gewandert. Bei zu viel Spielsachen ist es ja eher so, dass nur alles zerstört wird und die Freude ist dann sicher wieder riesig, wenn wir den Bauernhof mal wieder hervor holen. 

Montag, 19. Januar 2015

immer wieder Sonntags

Gestern waren wir mal wieder auswärts frühstücken. Auf dem Parkplatz konnten wir danach ein Auto mit einem besonders originellen Nummernschild entdecken... Muss wohl ein Käseliebhaber sein...

Dienstag, 13. Januar 2015

Weisse Überraschung

Ich geb's ja zu. Als ich das Schneeflöckchen auf der Wettervorhersage sah, glaubte ich nicht wirklich daran. Wie soll es denn bei gut 7 Grad schneien? Nun ist es in der Nacht jedoch unter Null und so gab's heute morgen eine weisse Überraschung vor dem Fenster:



Jetzt ist dann schon bald Mittag und der Schnee hält sich noch tapfer. Auf den Strassen war es aber ein bisschen prekärer, wurde mir berichtet. Es soll einige gegeben haben, die nicht weiterfahren konnten. Winterpneus sind halt schon praktisch...