Montag, 29. April 2013

Mango Season

Auf dem Markt oder auch im Supermarkt gibt es immer ein fast gleichbleibendes Angebot von Früchten und Gemüse. Will man wissen, was gerade Saison hat, muss man die rollenden Marktstände am Strassenrand beachten. Diese verkaufen nämlich nur, was zur Zeit wächst. Im Januar hatten sie eigentlich nur Zitrusfrüchte im Angebot. Jetzt ist das Angebot breiter, aber es zeichnet sich ein klarer Trend zu Mangos und Melonen ab. Wusstet ihr, dass es unzählige verschiedene Sorten von Mangos gibt? Sogar der Supermarkt unseres Vertrauens führt mindestens fünf verschiedene Sorten... ein paar sind eher rötlich, andere gelb oder grün aussen. Auch die Form ist völlig unterschiedlich... von klein und rund über länglich und gross kann alles gefunden werden. Einzig die in Europa bekannte Mango haben wir noch nicht entdeckt... vermutlich gehen die alle in den Export und wir geniessen in der Zwischenzeit die anderen köstlichen Sorten. Einige sind eher süss, andere sauer, wir hatten auch schon eher herbe Sorten. Aber nur Mango alleine ist natürlich mit der Zeit auch ein bisschen langweilig... deshalb gibt's einmal die Woche sicher unseren Klassiker: Mango-Reis-Salat... mal mit Rüebli, mal mit Melone kombiniert, falls möglich mit Käse und natürlich einem gekochten Ei dazu. Lecker!!!

Auch Melonen haben zur Zeit Saison. Aber auch hier sehen die Sorten zwar zum Teil aus, wie die in Europa erhältlichen, doch der Geschmack ist völlig unterschiedlich. Es gibt klassische Wassermelone, die supererfrischend ist, dann die Chinesische Wassermelone, die jedoch eher wie eine Galia-Melone schmeckt. Spannend ist auch die Muskat-Melone. Eigentlich dachten wir, dass es sich um einen Kürbis handelt, doch auch diese Melone hat ein grünes Fruchtfleisch und erinnert eher an Galia-Melonen... Es ist also superspannend die verschiedenen Sorten zu entdecken. Leider ist der Geruchstest hier nicht so zuverlässig, oft braucht es auch ein bisschen Glück, die Melone im richtigen Reifestadium zu erwischen. Aber falls sie mal nicht so süss ist, machen wir halt Salat draus... letzte Woche wurde es Kartoffelsalat mit Melone... die Melone sozusagen als Gurkenersatz... auch das war also köstlich!

Sonntag, 28. April 2013

Kulturkantine und Shopping

Am Freitag abend fuhren wir zusammen mit Daniel unserem Nachbarn und seiner Tochter Emanuelle zur Deutschen Schule in Neu Delhi. Helène konnte nicht mitkommen, da sie zu einer Hochzeit eingeladen war... An der deutschen Schule, die sich im Botschaftsviertel von Neu Delhi befindet, wurde die Kulturkantine aufgeführt. Lehrer, Angestellte und Freunde führten verschiedene Lieder auf. Es war sehr lustig. Das Publikum schien hauptsächlich aus anderen Lehrpersonen und deren Familien zu bestehen und wir mussten ein paar mal erklären, was wir hier machten, doch alles in allem ein gelungener Abend. Einziger Wermutstropfen: es gab nichts zu essen!... Um Elf Uhr machten wir uns deshalb zu Hause noch über die Resten vom Mittagessen her...
Der Samstag war mal wieder Einkaufstag. Da ich mehrere Bestellungen für Stoffe erhalten hatte, fuhren wir nochmals zum Nehru Place und kauften Stoffe ein. Die Auswahl ist ja jeweils so riesig, dass es schon recht schwerfällt, wir hoffen jedoch, dass wir eine gute Auswahl getroffen haben...

Anbei noch ein Bild der Auswahl... das ist nur eine Ecke des Ladens, der zwei-stockig ist... und es gibt unzählige solcher Läden am Nehru Place...

Und hier noch ein Blick von draussen:





Der Parkplatz... man parkiert und gibt den Schlüssel ab... unser Auto ist das Weisse... der graue musste dann für uns wegfahren und durfte dann den Parkplatz benutzen... und der nächste fährt dann wieder vorne hin... ist ein bisschen ein Rücken und Schieben... Hauptsache der Platz wird optimal ausgenutzt!





Da wir schon in der Nähe waren, fuhren wir danach noch in den Saket Select Citywalk... Eine Blog-Kollegin hatte mir den Good Earth Shop für Bilder empfohlen. Unser Fahrer wollte nicht mitkommen, er gehe Mittagessen... so machten wir uns zu zweit auf den Weg... es dauerte ein bisschen, bis wir einen Überblick hatten. Die Mall ist recht gross, aber angenehmer als die Ambience Mall. Der Good Earth Store befindet sich in einem separatem Turm. Es handelt sich um eine Art Interio für indische Wohnungseinrichtung. Dementsprechend auch die Preise... Wir entschieden uns dann für drei Poster, welche wir rahmen und im Wohnzimmer aufhängen wollen. Auch sonst bietet der Laden viel schönes, unter anderem Kissen, Steppdecken, Geschirr, Schalen, Kerzenständer, Windlichter... ich muss da sicher nochmals hin...
Zum Mittagessen gabs dann Holzofenpizza... sehr lecker!! Da müssen wir sicher auch noch ein paar mal essen gehen... gute Pizza zu finden ist ja nie ganz einfach!
Am späteren Nachmittag wurde dann noch unsere Stückbatterie fürs Internet geliefert. Leider funktionierte danach das Internet nicht mehr... immer wenn man da was macht, geht wieder was nicht... Lorenz hat das nun repariert und dank der Batterie sollten wir in Zukunft internettechnisch vor Stromausfällen geschützt sein...
Und schon ist wieder Sonntag. Unglaublich wie die Zeit hier rast! Am Freitag geht's ja schon zurück in die Schweiz. Ferien sind angesagt!

Freitag, 26. April 2013

die Tierwelt Gurgaons...

Vorgestern sass ich hitzehalber im Wohnzimmer und häkelte... da sah ich doch plötzlich zwei pelzige Tierchen vorbeihuschen... Ich habe mich schon ein bisschen erschrocken... ich wusste ja nicht woher die zwei kamen... Für mich sahen sie aus wie Frettchen... gemäss Recherchen von Lorenz, handelt es sich um Mungos... die zwei sahen wie gesagt wie Frettchen auch, jedoch eher Fuchsbraun und mit einem buschigen Schwanz wie ein Eichhörnchen... natürlich war ich mit der Kamera zu wenig schnell und wie gesagt bin ich auch erschrocken, deshalb hat's nicht für ein Foto gereicht...
Im Haus haben wir auch ein paar Haustiere... eines davon ist ein Gecko, den wir Fridolin genannt haben... ich habe ihn zwar schon etwa zwei Tage nicht mehr gesehen.. davor war er jedoch jeweils im Wohnzimmer an der Wand... die Zahl der Moskitos ging jedoch trotz seiner Anwesenheit nicht zurück... die Arbeitsmoral der Geckos ist irgendwie auch nicht mehr wie früher... Aber sie sind schon herzig!


Ansonsten sehen wir hier nicht so viele Tiere... es gibt einige Vögel in unserem Quartier, unter anderem auch Kolibris, die vom Küchenfenster aus beobachtet werden können. Auf der Strasse habe ich schon zwei mal einen Elefanten gesehen und etwa drei Kamele... die sind auf den Strassen von Delhi jeweils schon eine rechte Attraktion... und natürlich immer wieder Kühe... jedoch weniger, wie ich mir vorgestellt habe. Als wir vor zwei Wochen eine Wohnung ansehen gingen, sahen wir zudem eine Gruppe von Tieren, die wie Wasserböcke aussahen... die leben in einem Sumpfgebiet auf welches diese Wohnung einen schönen Ausblick gab.  Ach ja und natürlich die zwei Ratten vom Connaught Place... da war ich nicht so erfreut, aber das gehört wohl auch zu Indien, wie die Kühe... Ansonsten scheinen diese Tierchen ja zum Glück eher nachtaktiv zu sein...

Seit gestern ist die Temperatur hier auf 40 Grad gestiegen.. zudem lag ein Gewitter in der Luft. Das führte dazu, dass man sich nicht zu bewegen brauchte, um zu schwitzen... Gegen vier Uhr verfärbte sich der Himmel dann immer gelber und es wurde bedrohlich dunkel... Es kamen dann ein paar Regentropfen runter, leider nicht so ergiebig wie gewünscht... In der Schweiz regnet es wenigsten mal richtig... hier ist die Luft einfach zum zerreissen gespannt, es kommt dann aber trotzdem nichts...
So mache ich weiterhin mein Schwitz-Training: Wohnung putzen bei über 30 Grad... ich glaub ich kann mir das Fitness diese Woche wirklich sparen...

Donnerstag, 25. April 2013

Bemerkungen zum Wetter

Damit wir ein bisschen mit der Schweiz verbunden sind und informationstechnisch auf dem neuesten Stand, hören wir zu Hause oft SRF3. Zum einen ist es sehr lustig, wenn man am Nachtessen sitzt und die vier-Uhr-Nachrichten kommen, zum anderen ist uns vor allem die Wichtigkeit des Wetterberichts in der Schweiz aufgefallen. Hier in Indien ist das Wetter eigentlich jeden Tag gleich. Klar, die Temperatur kann um bis zu fünf grad variieren, doch im grossen ganzen scheint meist die Sonne und es ist heiss. Man muss also nicht gross überlegen, was man anziehen soll, eigentlich passt leichte Kleidung immer. Auch muss man sich keine Gedanken über eine Jacke oder einen Schirm machen, die braucht man beide hier nicht. Unser running gag am Morgen ist jeweils, dass wir aus dem Fenster schauen und sagen: "Hey, heute scheint mal wieder die Sonne!".
Ganz anders sieht die Sache ja in der Schweiz aus... da ist der Wetterbericht elementar. Zum einen muss die Kleidung darauf abgestimmt werden, zum anderen hängt das Wochenendprogramm ja auch meist vom Wetter ab. Deshalb wird im Radio auch immer schön das Wetter besprochen. Zum einen ist es komisch, wenn von Regen die Rede ist und bei uns ist es wie immer gut 35 Grad warm... da staunen wir manchmal ein bisschen, bis wir realisieren, dass es ja nicht für uns hier gilt. Manchmal ist es schon lustig, wenn sich die Moderatoren über das Wetter beschweren, man merkt wirklich, dass gutes Wetter halt schon wichtig ist. Im März war es uns auch ein bisschen zu wenig sonnig in der Schweiz, aber wir konnten ja zurück nach Indien, wo diese ja fast immer scheint. Auf alle Fälle ist das Wetter hier trotzt der Stabilität mit der Zeit also auch ein wenig langweilig. Für einige Zeit ist es sicher schön, wenn man viel Sonne und Wärme hat. Mit etwas Abstand betrachtet muss ich aber sagen, dass das Wetter in der Schweiz eigentlich viel spannender ist. Aber eben, man will ja immer das, was man nicht hat...

Mittwoch, 24. April 2013

Häkeln, Tee und eine Entführung

Die Zeit rast und rast... Seit ich Helène kennengelernt habe und das ist ja erst zwei Wochen her, bin ich eigentlich ständig mit irgendwas beschäftigt... Am Montag hatten wir für eine Häkel-Lektion abgemacht. Ihr fragt euch ja bestimmt, was ich hier so den ganzen Tag mache... Um mich zu beschäftigen, habe ich nämlich mit Handarbeiten begonnen. Zur Zeit fabriziere ich massenweise Häkelkörbchen. Die stehen dann im Bad oder im Wohnzimmer und man kann alles Krimskrams reinschmeissen, das sonst einfach herumliegt. Die Körbchen sind eigentlich ganz einfach zu fabrizieren, ich bekomme nun auch immer mehr Übung darin. Auf jeden Fall war Helène ganz fasziniert und wollte, dass ich ihr eine Lektion gebe... Sie kam dann mit vier Büchern und einem ganzen Sack voll Garn vorbei. Bis zum Mittag versuchten wir dann, Blüten zu häkeln. Auch hier braucht man ein wenig Übung, doch ich muss sagen, dass meine Blüte nach etwa drei mal neu beginnen doch gar nicht so schlecht rausgekommen ist:


Gestern lud mit Helène dann am Nachmittag zum Tee ein, wo auch eine Bekannte aus der deutschen Schule kommen würde. Lasma ist wie Helène sehr nett und der Nachmittag verging wie im Flug. Beide traf ich dann heute morgen beim Mittwochs-Kaffee wieder. So langsam weiss ich zum Teil gar nicht, wo ich mich hinsetzten soll, da ich so viele Leute kenne. Aber es ist schön, dass wir immer mehr Leute kennenlernen und uns so auch immer wohler fühlen. Am Freitag gehen wir nun noch an eine Veranstaltung an der deutschen Schule in Delhi, wo wir vermutlich wieder viele neue Leute kennenlernen werden...

Neben all dem guten passiert hier aber auch immer mal wieder recht krasses... Gestern wurde bei uns im Quartier ein Kind entführt. Monti, der Fahrer von Helène hat uns darüber informiert. Die Haushaltshilfe hat das anscheinend schon lange geplant. Die Mutter wurde überwältigt und sie fuhren dann mit dem Kind weg... Durch die Ortung des Handys konnte das Kind jedoch wieder gefunde werden. Als Fazit kann man sagen, dass man hier wirklich niemandem zu 100% vertrauen kann! Die Frau hat angeblich schon lange bei der Familie gearbeitet! Wir waren recht schockiert, aber zum guten Glück konnte das Kind ja wieder befreit werden...

Montag, 22. April 2013

Lorenz fährt Auto

Wochenenden in Indien sind ein bisschen langweilig... im Gegensatz zur Schweiz hat man hier leider nicht die Möglichkeit einfach einen Spaziergang im Wald zu machen oder mit dem Bike in der Gegend rumzukurven... man geht vielleicht mal in ein Hotel und nutzt dort den Pool, macht einen Einkaufsbummel in ein klimatisiertes Einkaufszentrum, liest, relaxt oder macht Sport im Gym... Auch unsere Wochenenden laufen meistens nach demselben Schema ab... am Samstag einkaufen, dann sicher noch ins Fitnesszenter, einen Film für den Abend laden... am Sonntag relaxen wir meist auf der Terasse, gönnen uns ein Bad im Pool... Zum kann man wie gesagt nicht viel unternehmen und zum anderen tut es auch gut, nach der ganzen Hektik des indischen Alltags auch mal ein bisschen zu entspannen. Wie gesagt, am Samstag waren wir mal wieder einkaufen. Natürlich haben wir nur die Hälfte bekommen, wie so oft... Da bei uns oft der Strom ausfällt, wird dann auch immer die Internetleitung unterbrochen, was zum Teil etwas ärgerlich ist. Also wollten wir eine Stützbatterie kaufen... eigentlich ist das ein Standardartikel, doch wenn wir so was nsuschen ist es natürlich nicht erhältlich... nach vier Läden gaben wir auf und wollten die sogenannte UPS im Internet bestellen... Dafür haben wir uns noch über die Kosten für einen Backofen informiert, ging grad noch im gleichen... Ach ja, einen Käseladen haben wir auch noch gefunden.... Leider sind die Inder bezüglich Käse echte Banausen und deshalb sieht der dort erhältliche Emmentaler leider schon sehr lädiert aus... Es tat uns im Herzen weh den Käse so vertrocknet und schon fast ergraut zu sehen... Aber es scheint zu wenig Käufer für diese Artikel zu geben, weshalb sie in der Vitrine vor sich hin gammeln...
Am Sonntag hat unser Fahrer jeweils seinen freien Tag. Bereits am Samstag hat Lorenz deshalb beschlossen, dass er dann am Sonntag zum Costa Coffee fahren will. Irgendwann müsse er das mit dem Strassenverkehr ja mal probieren. Also machten wir uns am Sonntag Nachmittag bereit... mir war schon ein wenig mulmig zu Mute, doch man muss es ja wirklich mal probieren! Auf alle Fälle ging alles gut. Am Sonntag ist auf den Strassen jeweils nicht so viel los, weshalb sich dieser Tag für eine Testfahrt am Besten eignet. Das Kaffee befindet sich nicht weit von unserem Quartier entfernt und wir konnten im Puma-Geschäft nebendran gerade auch noch Sporthosen für Lorenz kaufen... in den langen Trainerhosen ist es doch jeweils zu warm... Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann noch mit einer Abkühlung im Pool... Danach wollten wir Fajitas machen... da aber keine Tortillas erhältlich waren, mussten wir diese selber herstellen... Für den ersten Versuch wars gar nicht mal so schlecht und man muss sich ja immer noch steigern können! Auf alle Fälle war es sehr lecker und ehrlich gesagt ist der Aufwand für Tortillas doch gar nicht so gross und sie schmecken also wirklich besser als die gekauften! Nun hat bereits wieder die neue Woche begonnen und wir müssen langsam planen, was wir noch alles erledigen müssen, bevor es dann am 3. Mai für zwei Wochen in die Schweiz geht...

Donnerstag, 18. April 2013

Chandni Chowk

Für einmal war ganz frühe Tagwache... um 6.50 Uhr musste ich bereits bei meiner Nachbarin Helène vor der Tür stehen, dementsprechend früh ging der Alarm ab... Ist aber kein Problem hier, denn ein Vorteil von unserem Klima ist, dass man nach dem Duschen die Haare einfach an der Luft trocknen kann, selbst meine dicken Haare sind in etwa einer halben Stunde, Stunde trocken... Meine Tasche hatte ich am Vorabend gepackt, also nur kurz verabschieden, dann machte ich mich auf den Weg zum Haus Nr. 288. Bei Helène sind die Mörgen eher hektisch... zwei Kinder und der Mann müssen um 7 Uhr aus dem Haus... das ist fast schon ein wenig chaotisch... Die Kinder gehen in Delhi zur Schule und müssen am morgen auf den Schulbus gebracht werden. Wir quetschten uns also in Auto... Fahrer, drei Erwachsene und zwei Kinder... dank indischen lockeren Vorschriften kein Problem... die Kinder wurden in den Bus verfrachtet, Daniel setzten wir am Büro ab und dann fuhr uns Monti zum Leela Kempinski, wo wir frühstückten. Das Angebot dort ist riesig, ich vermutlich etwa drei Runden, bis ich einen Überblick hatte und wirkte zum Teil sicher auch etwas verloren... Später trafen wir dann auf die Freundin von Helène, Jii, eine Chinesin. Nach dem Essen fuhren wir dann nach Chandni Chowk. Dieser Strassenzug gehört zu Old Delhi und befindet sich gleich bei Red Fort zu, wo ich bereits zweimal war. Vom Parkplatz aus nahmen wir eine Rikscha, welche uns zum Gewürzmarkt brachte. Vorher hatte uns Monti noch per Telefon die Preise durchgegeben, man solle ja nicht zu viel bezahlen! Der Gewürzmarkt ist nicht ganz so, wie man es sich auf Bildern vorstellt. Auffallend ist vor allem der beissende Geruch, wie wenn man Chili andüsten würde. Mit einem Schal, den ich mir auf Mund und Nase drückte, war es gerade erträglich, aber selbst dann musste ich noch recht heftig husten... Ansonsten sind viele Gewürze für westliche Verhältnisse eher unhyghienisch präsentiert, Fliegen sitzten drauf und mir hat irgendwie die erwartete Farbenvielfalt gefehlt...
Die Läden sind hier sehr verwinkelt. Es gibt viele kleine Geschäfte und ich glaube man bekommt hier alles, man muss nur wissen wo oder lange suchen... Leider hat man aber auch das Gefühl, ständig im Weg zu stehen... entweder anderen Personen oder Verkäufern, welche ihre Wagen mit Gemüse rumschieben...
Anbei ein paar Eindrücke von unseren Rikschafahrten in Chadni Chowk.. auch etwas, dass auf der Must-Liste für Delhi-Besucher ganz weit oben steht...


Beim letzten Foto, wo wir auf dem Rückweg sind, ist in der Mitte das Red Fort zu erkennen...


Nach einer weiteren Rikschafahrt, waren wir an der Strasse angelangt, wo es vor allem Ausstattung für Hochzeiten, Perlen und andere Dekoartikel gibt. Helène wollte noch Pailetten kaufen. Da gibt es Läden die nur das führen... ein riesiges Angebot, alle Formen und Farben... die Pailletten werden dann auch nach Gewicht verkauft, man sagt einfach wie viel man will und ein Mann, der sich am Boden installiert hat, wiegt die Menge ab.



Sehr schön sind auch die Hinterhöfe, welche man erspähen kann... leider werden die Gebäude aber nicht wirklich gut gepflegt und schon so einiges ist dem Lauf der Zeit zum Opfer gefallen... und die Inder haben leider kein Interesse daran, diese Gebäude zu erhalten...







Eine weitere Rikschafahrt später, waren wir dann zurück am Parkplatz, wo uns Monti abholte und Jii wieder auf ihren Fahrer traf. Müde und mit Kopfschmerzen war ich froh, dass es nun wieder zurück ging... Auf den Rikschas ist es zwar spannend, doch leider auch sehr laut... alle Autos und Motorräder hupen einen an und wenn man in Chandni Chowk auf der Strasse unterwegs ist, geht das natürlich noch weiter. Wer jedoch in Delhi oder Umgebung wohnt, tut gut daran, einen Ausflug in die Altstadt zu unternehmen. Hier ist Indien genau so, wie man es sich vorstellt. Originaler gehts vermutlich kaum. Die Hitze tat gestern vermutlich noch das Ihre dazu, auf alle Fälle musste ich mich am Nachmittag mal kurz hinlegen und dann eine Dusche nehmen...
Am Abend war ich dann noch zum Grillieren bei Helène eingeladen oder wie Monti, der Fahrer sagt, zum Tandoor. Für alle nicht-Inder... der Tandoor ist der Traditionelle Ofen hier, daher auch der Name Tandoori Chicken... Lorenz war mit dem Geschäft unterwegs und erst spät zu Hause und ich kam so zu einem feinen Znacht mit Fisch im Bananenblatt, Stockbrot und Poulet...